Beispiele
Vier typische Häuser und wie wir sie sanieren würden
Ein Haus aus den Siebzigern, eine Doppelhaushälfte, ein Mehrfamilienhaus und ein Heizungskeller, in dem es schnell gehen muss: vier Situationen, wie sie in der Beratung ständig vorkommen. Zu jeder sehen Sie, wo wir anfangen würden, in welcher Reihenfolge es weitergeht und welcher Zuschuss dazugehört. Wenn Sie Ihr Haus in einem der Fälle wiedererkennen, sind Ihre eigenen Zahlen nur ein Gespräch entfernt.
Die Gebäude auf dieser Seite sind Symbolbilder und wurden digital erstellt. Die Fälle sind Modellfälle, keine Kundenprojekte. Sie zeigen, wie Kosten, Einsparung und Förderung zusammenhängen. Welche Zahlen für Ihr Haus gelten, ergibt erst die Berechnung Ihres Gebäudes.
Schritt für Schritt
Einfamilienhaus von 1974, saniert in vier Etappen über vier Jahre
Die Ausgangslage
Freistehendes Einfamilienhaus mit 145 m², zweischaliges Mauerwerk ohne Dämmung in der Hohlschicht, Fenster von 1994, Gasheizung von 2004, Dachboden ausgebaut und dünn gedämmt. Die Eigentümer wollten „irgendwann alles machen" und suchten den Anfang.
Die Reihenfolge im Sanierungsfahrplan
- Jahr 1: Dach dämmen, weil die Ziegel ohnehin fällig waren
- Jahr 2: Fenster tauschen, mit einem Plan fürs Lüften
- Jahr 3: Fassade dämmen, zusammen mit dem anstehenden Neuputz
- Jahr 4: Wärmepumpe, passend zum jetzt kleineren Wärmebedarf
Warum die Wärmepumpe zuletzt kommt
Die Wärmepumpe kommt zuletzt. Bis dahin braucht das Haus deutlich weniger Wärme, das Gerät fällt kleiner aus, kostet weniger und läuft im günstigen Bereich. Jede Etappe für sich bleibt bezahlbar, und die Eigentümer bleiben in jeder Etappe entscheidungsfähig.
Mit dem Sanierungsfahrplan gelten für Dach, Fenster und Fassade je Wohneinheit und Jahr 60.000 € förderfähige Kosten statt 30.000 €, auf den Teil über 30.000 € kommen 5 % dazu. Für die Wärmepumpe im vierten Jahr gibt es 30 % Grundförderung plus 16 % Klimabonus.
Die eine Hälfte
Doppelhaushälfte: Sie sanieren, nebenan bleibt alles wie es ist
Das kommt in der Beratung oft vor: Nur eine Haushälfte wird saniert. Das geht gut, wenn die Übergänge zur anderen Hälfte sauber geplant sind und die Nachbarn früh Bescheid wissen. Darum kümmern wir uns in der Planung:
- Wir planen den Anschluss der Dämmung an die Nachbarfassade im Detail
- Wir stimmen den Übergang am Dach und an der Dachrinne ab
- Bei gemeinsamen Bauteilen holen wir die Zustimmung der Nachbarn ein
- Die Trennwand zur anderen Hälfte rechnen wir als Wärmebrücke mit
Die Miteigentümer
Mehrfamilienhaus: sechs Parteien, ein gemeinsamer Beschluss
Bei drei bis acht Wohnungen ist die Technik ähnlich wie beim Einfamilienhaus. Anders ist der Weg zur Entscheidung: Die Förderung rechnet je Wohnung, und beschlossen wird in der Eigentümerversammlung. Deshalb bereiten wir die Unterlagen so auf, dass auch Miteigentümer sie verstehen, die sich noch nie mit dem Thema befasst haben.
- Förderfähige Kosten und Höchstbeträge gelten je Wohnung, bei sechs Wohnungen also sechsmal
- Für die Versammlung erstellen wir eine Vorlage zum Abstimmen, kein Gutachten zum Durcharbeiten
- Bei vermieteten Wohnungen denken wir die Modernisierungsumlage von Anfang an mit
- Den Zeitplan richten wir an den Eigentümerversammlungen aus
Wenn es schnell gehen muss
Der Kessel ist kaputt: Heizungstausch mit Beratung in zwei Wochen
Manchmal fällt die Heizung mitten im Winter aus, und eine neue muss her. Auch dann lohnt sich ein kurzer Blick aufs ganze Haus, und der passt in zwei Wochen.
Was wir in zwei Wochen schaffen
Wir rechnen aus, wie viel Wärme das Haus braucht, messen, wie heiß das Wasser in den Heizkörpern sein muss, und finden die zwei oder drei Heizkörper, die zu klein sind. Damit steht fest, welche Wärmepumpe passt. Sobald der Vertrag mit Förderklausel unterschrieben ist, stellen wir den Förderantrag, und der Betrieb kann loslegen, wenn der Bescheid da ist.
Was dabei oft herauskommt
Häufig lässt sich die oberste Geschossdecke für ein paar Tausend Euro dämmen, und die Wärmepumpe darf dadurch eine Nummer kleiner sein. Das spart oft schon beim Kauf mehr, als die Dämmung kostet. Für den Tausch des alten Kessels gibt es 30 % Grundförderung plus 16 % Klimabonus, mit Einkommensbonus bis zu 70 %, in der untersten Einkommensstufe 80 %.
Und wie sieht es bei Ihrem Haus aus?
Der Klimt-Check zeigt Ihnen in zwei Minuten, welche Förderung bei Ihrem Vorhaben in Frage kommt. Im Gespräch danach hören Sie, welche Größenordnung bei Kosten, Einsparung und Zuschuss für Ihr Haus realistisch ist.